Gefördert (Sept. 2026 — Aug. 2029) vom
Programm für deutsch-französische Forschungsprojekte in den Geistes- und Sozialwissenschaften
der Agence Nationale de la Recherche (ANR) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
Hintere Reihe: Denis Perrin (Grenoble), André Sant’Anna (Seoul)
Vordere Reihe: James Openshaw (Singapur), Kourken Michaelian (PI, Grenoble), Kristia Liefke (PI, Bochum), Markus Werning (Bochum)
Wenn wir uns an ein Ereignis aus unserer persönlichen Vergangenheit erinnern, konstruieren wir eine mentale Repräsentation von diesem Ereignis. Diese Repräsentation fängt ein, wie es war, das Ereignis zu erleben und enthält reichhaltige quasi-perzeptuelle Informationen über dieses Ereignis. SEER untersucht solche episodischen Gedächtnisrepräsentationen aus der Perspektive von Semantik und der Philosophie des Gedächtnisses.
SEER entwickelt einen neuen theoretischen Rahmen für diese Repräsentationen, der sie durch dieselben (semantischen) Werkzeuge analysiert wie sprachliche und bildliche ‘Bedeutungen’ (z.B. mögliche Welten, Wahrheitsbedingungen, Projektion). Es will zeigen, wie dieser Rahmen
SEER verfolgt die oben genannten Ziele in drei Schritten:
SEER illustriert die Vorteile dieser Analyse an drei aktuellen Themen aus der Philosophie des Gedächtnisses: Erinnerungen aus nicht-veridischen Erfahrungen wie Träumen, Erinnerungen an wiederholte Ereignisse und episodisches zukunftsgerichtetes und kontrafaktisches Denken. Diese Arten von Denken involvieren existenziell nicht-verpflichtende, referenziell unspezifische und nicht-faktische Repräsentationen.