Die Lehr-Lernforschung dient der theoriegeleiteten Beschreibung, Erklärung und Optimierung von Lehr-Lernprozessen in meist institutionalisierten Lernsituationen. Sie ist dabei keine eng umgrenzte Disziplin, sondern vereint Theorien und Forschungsansätze der Pädagogischen Psychologie und Instruktionspsychologie mit denen der empirischen Bildungsforschung und der verschiedenen Fachdidaktiken. Dabei bleibt der Blick jedoch stets auf die Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden und damit auf die daran beteiligten Personen gerichtet. Effekte von Institutionen oder Bildungssystemen werden insofern aufgegriffen, als sie diese Interaktion zwischen Personen maßgeblich beeinflussen. Zur Prüfung ihrer Modelle und Theorien bedient sich die Lehr-Lernforschung empirischer Methoden.
Der Lehrstuhl für Lehr-Lernforschung vereint psychologische und erziehungswissenschaftliche Expertise. In Forschung und Lehre fokussiert er kognitive wie motivationale Bedingungen von Lernen und Lehren. Einen Schwerpunkt bildet der Bereich der fächerübergreifenden Kompetenzen. Auf Seite der Lernenden zählen hierzu Fähigkeiten zum selbstregulierten Lernen, Lernen mit Neuen Medien oder Problemlösen. Auf Seiten der Lehrenden fallen darunter allgemein-pädagogische Fähigkeiten.
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Strippel, C., G., Finger, L., Wirth, J., & Sommer, K. (2026). Inquiry-based instruction and its influence on perceived authenticity and maintained situational interest—a cluster-randomised field experiment in a chemistry learning setting. International Journal of Science Education, 1–22. DOI
von der Mülbe, S., Stockinger, K., Scheunemann, A., Kegel, L. S., Fleischer, J., Leutner, D., Wirth, J., Grunschel, C., & Dresel, M. (2026). Motivated and feeling good? Reciprocal relations between motivational regulation and student well-being over one semester. Learning and Individual Differences, 126, 102850. DOI
Kryshko, O., Becker, M., Fleischer, J., & Leutner, D. (2025). Self-regulation of motivation in university students – a longitudinal study of interindividual differences and intraindividual trajectories. Learning and Individaul Differences, 125, 102817. DOI
Wirth*, J., Weber-Reuter*, X.-L., Schuster, C., Fleischer, J., Leutner, D., & Stebner, F. (2025). Far transfer of metacognitive regulation: From cognitive learning strategy use to mental effort regulation. Educational Psychology Review, 37(7). DOI *Autoren haben gleichwertig zur Publikation beigetragen
Nolte, N., Fleischer, J., Spoden, C., & Leutner, D. (2024). Cross-disciplinary impact of spatial visualization ability on study success in higher education. Journal of Educational Psychology. Advance online publication. DOI