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Dr. des. Nicola Przybylka

Kurzvita:
Nicola Przybylka, Jg. 1992, 2011-2016 Bachelorstudium in Medienwissenschaft und Japanologie an der Ruhr-Universität Bochum, 2014-2015 Forschungsjahr an der Kyūshū-Universität in Fukuoka (Japan), 2016-2018 Masterstudium in Medienwissenschaft und daraufhin bis 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medienwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Anschließende Tätigkeit als Projektleiterin bei der LEARNINGby in Düsseldorf. Von 03/2020 bis 07/2023 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Dialograum #Erweiterte Realitäten als Teil des Projekts DiAL:OGe – Digitalisierung in der Ausbildung von Lehramtsstudierenden: Orientierung und Gestaltung ermöglichen. Seit 08/2023 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt DigiProSMK – Digitalisierungsbezogene und digital gestützte Professionalisierung von Sport-, Musik- und Kunstlehrkräften an der Universität Duisburg-Essen und seit 07/2024 zusätzlich wissenschaftliche Mitarbeiterin im Teilprojekt Virtuelle Körper. Zu einer Epistemologie des Embodiment am SFB 1567 Virtuelle Lebenswelten. Im Juni 2025 Promotion im Fach Medienwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum.

Promotionsthema:
Unmittelbar – steigerbar – allverfügbar. Diskursanalytische Perspektiven auf Augmented und Virtual Reality in Bildungskontexten.

Abstract:

Die Arbeit geht der Frage nach, in welche Großnarrationen sowie medienmateriellen und -kulturellen Kontexte sich gegenwärtige Aushandlungen über den unterrichtlichen Einsatz von Medien der Augmented und Virtual Reality einordnen lassen und welche für Bildungskontexte zu problematisierenden Machtstrukturen und Wissensordnungen sich dadurch stabilisieren. Zur Präzisierung des Bildungskontextes erfolgt die Analyse am Beispiel der Fächer Geographie, Geschichte und Sport, woraus sich eine Akzentuierung auf die Kategorien Raum, Zeit und Körper ergibt, die bei AR und VR sowohl auf technischer als auch auf inhaltlich-konzeptioneller Ebene eine zentrale Bedeutung einnehmen. Durch Abhängigkeitsverhältnisse von privatwirtschaftlichen Technologiekonzernen, die sich aus Hard- und Softwarenutzung ergeben, werden nicht nur fachdidaktische Auseinandersetzungen, sondern auch das Marketing von Tech-Konzernen und Produktionsstudios diskursanalytisch in den Blick genommen, das ebenso zur Verfestigung spezifischer Eigenschaftszuschreibungen und Annahmen über die Potenziale von AR und VR beiträgt und das – so zeigt die Arbeit – in den fachdidaktischen Diskursen zum Teil direkt reproduziert wird.

Aus den Diskursen der einzelnen Fächer werden drei Metaerzählungen rekonstruiert: Eine Unmittelbarkeitserzählung, eine lineare Steigerungslogik und ein Allverfügbarkeitsanspruch. Die Rekonstruktion dieser Großnarrationen verdeutlicht die Situierung und auch Möglichkeitsbedingung für das Auftreten der Aussageformationen in den fachspezifischen Diskursen und erlaubt zudem eine medienkritische Befragung zugrundeliegender Macht- und Wissensordnungen. Abschließend wird anhand von drei Analysen ausgewählter AR- und VR-Anwendungen illustriert, inwiefern sich die diskursiven Makrostrukturen in die technische und inhaltliche Gestaltung der Anwendungen einschreiben und damit potenziell in der Lehr- und Lernpraxis wirksam werden. 

Ansprechpartner 

Mail: sro-ife@rub.de
Web: https://ife.rub.de/sro

Sekretariat
Claudia Setterich

Tel: 0234 / 32- 28565

Raum: GA 1/33